Wie Düfte die Seele berühren

So wirken Düfte auf die Seele

Mmmmmh, das duftet gut!

Frisch gebackener Apfelkuchen, Zimtschnecken oder warmes Pflaumenkompott mit Schlagsahne. Oder auch die würzige Pizza aus dem Ofen, Würstchen vom Grill oder frisches Knoblauchbrot.
Manche Düfte lassen uns das Wasser im Mund zusammenlaufen. Sofort kommen Erinnerungen hoch, Emotionen bahnen sich ihren Weg und ein gutes Gefühl läuft wie kleine Perlchen durch den Körper.

Düfte und Emotionen

An was denkst du, wenn du einen frischen, leicht salzigen Geruch in der Nase hast? Hast du nicht auch direkt das Meer im Kopf? Spürst Sandkörnchen zwischen deinen Zehen und den Wind in den Haaren? Eine frische Briese weckt Erinnerungen an das Meer und einen tollen Strandurlaub. Urlaubsgefühle tauchen auf, du schmeckst den erfrischenden Cocktail, das köstliche Fischgericht und unbeschwerte Moment zwischen Sand und Meer.

An was denkst du wenn du etwas Süßes riechst? Spürst du das pulsierende Leben eines Jahrmarktes? Schmeckst gebrannte Mandeln und Zuckerwatte? Hörst fröhliches Gelächter und eine ausgelassene Stimmung im Kreise deiner Freunde?

An was denkst du wenn du Zimt, Kardamom und Tannenduft riechst? Siehst du vor dir einen geschmückten Tannenbaum, brennende Kerzen, glänzende Kinderaugen? Oder das emsige Treiben in den Geschäften? Kleine Buden, Menschen mit duftenden Tassen in der Hand, Tüten am Arm baumeln und hörst weihnachtliche Klänge durch die Luft schwirren… Sofort ist dir der Text von “Alle Jahre wieder” präsent.

An was denkst du wenn es frisch und steril riecht- leicht nach Desinfektionsmittel? Hörst du auch die quietschenden Schritte auf dem Linoleumboden? Spürst die Anspannung und Hektik?

Kennst du den Geruch von frisch gemähtem Gras oder frischem Heu? Liebst du den Duft von Sommerregen auf warmem Asphalt genauso wie ich? Und kennst du die Emotionen, wenn du an jemandem das Parfüm deines Exfreundes oder deiner Exfreundin riechst?

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Egal ob gute oder schlechte Erinnerungen, bestimmt Düfte machen etwas in unserem Gehirn? Aber welcher Teil der Gehirns nimmt Gerüche auf, analysiert sie und ordnet sie Emotionen und Erinnerungen zu?

Und wie können wir uns mittels Düften beeinflussen?

Welcher Teil des Gehirns ist für Düfte zuständig?

Anders als bei den anderen Sinnen (hören, sehen, fühlen, schmecken), kommt beim Riechen der Reiz nicht in der Großhirnrinde an, sondern wirken direkt auf das Limbische System. Das limbische System ist ein Randgebiet zwischen Großhirn und Hirnstamm. Es ist unter anderem für die hormonelle Steuerung und unsere Emotionen zuständig. Hier wird zum Beispiel auch die Ausschüttung von Endorphinen, den sogenannten Glückshormonen, veranlasst. Was dazu führt, dass wir glücklich sind, wenn wir etwas leckeres riechen.

Der Geruch selbst ist ein chemischer Reiz. Er besteht aus kleinen Molekülen in der Luft, die beim Einatmen auf unser Riechorgan stoßen. Beim Einatmen saugt sie die Luft aus der Umgebung an und transportiert sie zum so genannten Riechepithel, einer feinen Zellschicht ganz oben in der Nasenhaupthöhle.
Das Riechepithel besteht hauptsächlich aus drei verschiedenen Zelltypen: Neben den eigentlichen Riechzellen finden sich hier Stützzellen und Basalzellen. Die Riechzellen bilden gemeinsam den Riechnerv. Sie bündeln sich jedoch nicht wie andere Nervenzellen, sondern durchdringen als kleine Gruppen die Siebplatte, eine feine poröse Knochenschicht, die an das Riechepithel grenzt. Von hier geht es weiter zu den beiden Riechkolben (Bulbi olfactorii). Vor dort aus, werden die Düfte verschiedenen Kategorien zugeordnet.


Denn der Riechsinn ist einer der Ältesten. Schon im Mutterleib kann ein Ungeborenes riechen und auch neugeboren Babys verlassen sich stark auf ihren Riechsinn. Riechen schützt uns. Wenn zum Beispiel etwas faulig, vergammelt oder nach Rauch riecht, gehen bei uns alle Alarmglocken an.

Diese Zuordnung findet in den Mitralzellen der Riechrinde statt.

Jetzt aber genug mit der trockenen Theorie. Weiter geht es mit:

Düfte und ihre Wirkung

Es gibt hunderte von ätherischen Ölen, alle kann ich hier nicht beschreiben, aber ich habe die wichtigsten zusammengefasst.

Rosenöl

Wird auch das Öl der göttlichen Liebe genannt. Rosen duften nicht nur wundervoll, das blumige Aroma verbessert sofort die Stimmung. Mit einem Rosenöl kannst du dir den ewigen Sommer ins haus holen und so dem Winterblues den Kampf ansagen. Es kann mit seiner heilenden Wirkung auch gegen Liebeskummer und negativen Emotionen helfen. Rosenduft kann dein Herz öffnen, deine Empathie stärken und sogar gegen leichte Depressionen helfen. Auch gegen körperliche Beschwerden wie Herpes, Menstruationsbeschwerden, Augeninfektionen und Kopfschmerzen kann Rosenöl wunderbar helfen. Die Ausgleichende Wirkung der Rose hilft sowohl bei Anspannung als auch bei Ermüdungserscheinungen.

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Orangenöl

Die Orange ist eine wahre Glücklichmacherin. Ihr frischer Duft und die stimmungsaufhellende Wirkung ist besonders im Winter wertvoll. Selbst Pessimisten bekommen beim Duft von Orangenöl gute Laune. Schon der Anblick der orangenen Frucht erinnert an die Sonne und hebt die Stimmung. Orangenöl kann motivieren, die Konzentrationsfähigkeit erhöhen und den Umgang mit Stress verbessern. Unter anderem schreibt man Orangenöl eine gute Wirkung bei Angstzuständen, Wechseljahrsbeschwerden, Nervosität und Verstopfung zu.

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Sandelholzöl

Oder auch, das Öl der heiligen Hingabe. Der holzige Duft wirkt entspannend und ausgleichend. Bei Stress und Gereiztheit hilft Sandelholz, ruhiger zu werden. Zudem besitzt das Öl auch eine belebende Wirkung, kann negative Gedanken vertreiben und unseren Geist wacher und aufnahmefähiger machen. Des weiteren kann Sandelholzöl gut bei Halsentzündungen, Heiserkeit, Hausausschlägen und Pilzinfektionen eingesetzt werden.

Lavendelöl

Schon die Ur-Oma wusste, dass ein Lavendelsäckchen im Schlafzimmer die Nachtruhe verbessern kann. Mit Lavendelöl lässt es sich besser einschlafen, denn Lavendel besitzt eine starke beruhigende Wirkung auf das Zentrale Nervensystem. Trübe Gedanken können durch dieses Duftöl verbannt werden. Auch gegen Appetitlosigkeit, Herzrasen, Blähungen, Stimmungsschwankungen und Fieber wirkungsvoll eingesetzt werden.

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Lemongrasöl

Lemongrasöl ist das Öl der Reinigung. Negative Energien werden damit beseitigt und dunkle Gedanken vertrieben. Der frische Duft macht wach und aktiviert die Lebensgeister. Lemongrasöl kann zu einen verbesserte Lymphfluss beitragen und und ist auch bei Erkältungskrankheiten wirkungsvoll. Man kann sagen, alles was “in Fluss” kommen soll, kann gut mit Lemongrasöl behandelt werden. Auch zur Insektenabwehr hat es seine Berechtigung.

Pfefferminzöl

Dieses Öl wir auch als Öl des lebhaften Herzens genannt. Es kann bei Kopfschmerzen und Depressionen helfen. Ebenfalls bei Blockaden im Kopf und bei Konzentrationsschwäche. Pfefferminzöl macht den Kopf sozusagen frei. Auch bei Erkältungskrankheiten hilft es sehr gut. Mit Pfefferminzöl kann man den Körper auf natürliche weise etwas kühlen und erfrischen. Muskeln können mit Hilfe des Öls bessern durchblutet und entspannt werden.

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Patchouliöl

Hier kommt das Öl der Körperlichkeit. Patchouliöl kann dir sehr gut dabei helfen dich anzunehmen wie du bist und mit Scham und Selbstzweifeln fertig zu werden. Patchouliöl wird zudem eine aphrodisierende Wirkung nach­gesagt. Des weiteren wird das Öl auch in Hautpflege­produkten, beispielsweise gegen Dehnungs­streifen, Falten, trockene und rissige Haut oder Cellulite. Darüber hinaus lässt sich das anti­bakteriell und entzündungs­hemmend wirkende Öl bei Fußpilz, Wunden oder gegen Grippe- und Erkältungs­beschwerden einsetzen.

Jetzt kennst du meine TOP 7 der ätherischen Öle. Aber wie werden sie eingesetzt, beziehungsweise angewendet?

Anwendung von ätherischen Ölen und Düften

Zuerst einmal ist es wichtig, dass du gute und reine ätherische Öle verwendest. Beim Kauf eines hochwertigen ätherischen Öls kannst du dich an verschiedenen Parametern orientieren. Auf dem Etikett sollten Infos stehen wie: Botanischer Name, Gewinnung, Pflanzenteil, Qualität z.B. kontrolliert-biologische Anbau, Herkunftsland, außerdem Chargennummer und die Verwendungsdauer nach Öffnung. In unserem Shop haben wir eine kleine Auswahl sehr guter Öle, aber auch Marken wie Taoasis oder Primavera führen sehr gute Öle.

Ich habe drei Lieblingsanwendungen, die ich dir nun vorstellen werde:

Raumbeduftung: Du kannst dein Lieblingsöl entweder in ein Duftlämpchen mit Teelicht geben und den Raum damit aromatisieren oder aber auch in einen elektrischen Vernebler.

Massage: Eine tolle Möglichkeit ist eine Massage mit pflegendem Mandelöl und einigen Tropfen des ätherischen Öls beigemengt. So wird das Öl zugleich über die Haut aufgenommen und kann seine Wirkung vervielfältigen.

Bad: Die dritte Möglichkeit verwöhnt auch die Haut und den ganzen Körper mit der Wirkung des Öls. Ein entspannendes Vollbad mit einigen Tropfen des ätherischen Öls ins Badewasser geben. Mehr zum Thema Baden kannst du übrigens hier nachlesen.

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Wie auch immer du dich entscheidest, wichtig ist dass dir der Duft gefällt, du dich wohlfühlst und dich öffnest für die Wirksamkeit der Düfte. Öffne deinen Geist und lade den Duft ein, dir schöne Emotionen zu schenken. Wie der Duft von Sonnenmilch, Frittenfett und Sonnenschein- damals als Kind im Freibad. Weißt du noch…?

Wie wirken denn jetzt Düfte auf die Seele?

Düfte wecken Erinnerungen und Emotionen. Bei jedem Mensch sind das andere, weil jeder Mensch eine andere Vergangenheit und andere Erfahrungen gemacht hat. Erinnerst du dich an das frische Gras und das duftende Heu von dem ich am Anfang geschrieben habe? Für mich riecht das himmlisch, aber ein Allergiker der gegen Gräser allergisch ist, wird dieser Duft keine schönen Emotionen hervorrufen.

Wir sind die Summe unserer Erlebnisse der Vergangenheit. Wir riechen das Gleiche, aber nehmen den Geruch verschieden wahr.

Kennst du schon deinen Seelenduft? Schreib ihn mir gerne hier unter diesen Beitrag.


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